Fassen wir nur die offensichtlichsten Fakten zusammen:
Der Ex-Finanzvorstand des Flughafen Wien, Christian Domany, der den Großteil der Verantwortung für die Fehlplanungen beim Projekt Skylink trägt, wurde von Erwin Pröll aus seiner bisherigen Funktion als Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich am 1. Oktober 2004 in den Vorstand des Flughafens gehievt.
Domanys Nachfolger im Flughafen-Vorstand, Ernest Gabmann, der die Gesamtsituation nicht gerade verbessert hat, wurde von Erwin Pröll gleich direkt aus seiner Landesregierung in den Vorstand entsandt.
Johannes Coreth, der (kürzlich ausgeschiedene) Aufsichtsratspräsident der Flughafen Wien AG während des Skylink-Debakels, ist ein enger persönlicher Freund von Erwin Pröll und war im Jahr 2008 im Vorstand für das Pröll-Unterstützungskomitees „Wir:Pröll“.
Erwin Hameseder, Generaldirektor der Raiffeisen Wien-NÖ, die an der Raiffeisen evolution beteiligt ist, die wiederum einen millionenschweren Projektauftrag beim Bau des Skylinks einstreifte, ist ebenfalls ein guter persönlicher Freund von Erwin Pröll. Hameseder war bis Mai 2009 Mitglied des Aufsichtsrates des Flughafens und ebenfalls im Jahr 2008 im Vorstand des Pröll-Unterstützungskomitees „Wir:Pröll“.
Flughafen-Aufsichtsratsmitglied Christoph Herbst ist ein enger persönlicher Freund von Erwin Pröll. Der niederösterreichische Landeshauptmann beauftragte Herbst auch mit der rechtlichen Vertretung der Inzest-Opfer von Amstetten. Nicht der einzige Auftrag, den Herbst vom Land Niederösterreich bislang erhalten hat.
Bei derartigen Dimensionen ist davon auszugehen, dass Erwin Pröll von zumindest einem seiner direkt involvierten Vertrauten frühzeitig über den sich anbahnenden Skandal informiert worden ist. Pröll hat jedoch zu keinem Zeitpunkt Konsequenzen gezogen.
Die Auftragsvergabe an Raiffeisen evolution (Projektbegleitung), einer Firma, an der das Unternehmen des Pröll-Intimus und Flughafenaufsichtsrates Erwin Hameseder beteiligt ist, lässt zumindest vermuten, dass hier im besten Fall Freunderlwirtschaft im schlechtesten Fall Korruption im Spiel ist. Jedenfalls sollte sich der Rechnungshof diese Auftragsvergabe genauer ansehen ...
skylink - 27. Aug, 20:37
Kein Wunder, wenn sich LH Erwin Pröll möglichst rasch aus St. Pölten in die Hofburg verabschieden möchte.
Selbst mit Unterstützung der Kronen Zeitung, seiner Belangsendung "Niederösterreich heute" und dem langen Arm des Raiffeisen-Konzerns kann es nicht mehr lange dauern, bis der einstmals strahlende Landeskaiser von den dunklen Kapiteln seiner Herrschaftsbilanz eingeholt wird.
Erwin Pröll und seine absolutistisch regierende Clique haben u.a. ...
- über eine Milliarde Euro (!) an niederösterreichischen Wohnbaugeldern verspekuliert,
- durch den Politfilz am Flughafen Wien das Skylink-Debakel mitverschuldet und
- Steuergelder für das Finanzdebakel der Landesgartenschau in Tulln ohne entsprechende Beschlüsse verschwendet.
Grund genug, diesem selbstherrlichen Musterbeispiel für die Verrottung der demokratischen Kultur in unserem Land ein wenig auf die Finger zu schauen ...
skylink - 25. Aug, 14:52